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Gerhard Rolinger: Umbau der Jugendherberge - Alles wird gut

Gerhard Rolinger

Es ist jetzt zehn Jahre her, als anlässlich eines Behördengespräches zwischen dem Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Jugendherbergs-verbandes Rheinland-Pfalz/Saarland, Jacob Geditz, und dem damaligen Stadtbürgermeister Walter Mallmann auch Vertreter der Struktur- und Genehmigungsdirektion sowie der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion teilnahmen, die Kosten der umfangreichen Sanierungsmaßnahme auf rund 4 Millionen Euro geschätzt wurden.

In der Folge inspizierte der damalige rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch MdL das im Sanierungsgebiet der Stadt gelegene Gebäude und stellte eine Landesförderung in Aussicht. Gleichzeitig bemühte sich unser Bundestagsabgeordneter Peter Bleser um zusätzliche Zuschüsse des Bundes.

Es gingen weitere fünf Jahre ins Land. Im Jahr 2013 hieß es: „Nach Ende der diesjährigen Fremdenverkehrssaison soll im kommenden Jahr mit dem umfangreichen Umbau der St. Goarer Jugendherberge begonnen werden. Das erfuhr Stadtbürgermeister Walter Mallmann in einem Gespräch mit Jacob Geditz, dem Vorstandsvorsitzenden des Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saarland im Deutschen Jugendherbergswerk.

Für das inzwischen in die Jahre gekommene St. Goarer Haus lief der Betrieb in der bisherigen Form mit Beendigung der diesjährigen Fremdenverkehrssaison aus. Die Finanzierung sollte aus Mitteln des Städtebauförderungsprogramms, die Staatsminister Roger Lewentz bereits in Aussicht stellte, sowie einer vom Jugendherbergswerk beim Bund angemeldeten Förderung im Jahr 2014 erfolgen.

Stadtbürgermeister Walter Mallmann begrüßte die guten Botschaften, sollte doch die St. Goarer Jugendherberge im Jahr 2002 wegen erheblicher Baumängel und ungenügendem Brandschutz geschlossen werden. Ihm war damals mit finanzieller Unterstützung der RWE, des Landkreises Rhein-Hunsrück und dem Erlös mehrerer, von der St. Goarer CDU initiierter Flohmärkten die Finanzierung der unabwendbaren Baumaßnahmen gelungen, die den Fortbestand des Hauses zunächst ermöglichte. Er selbst hatte damals seine umfangreiche Postkartensammlung zugunsten der Jugendherberge Karte für Karte meistbietend an den Mann gebracht.

Aber es gab im Jahr 2014 offenbar rechtliche Probleme, die den Umbau erneut verzögerten, obwohl die Maßnahme vom Bauherr - dem Landesherbergswerk - in einer Einwohnerversammlung vorgestellt und von der St. Goarer Bevölkerung erwartungsvoll begrüßt wurde.

Jetzt aber soll es alsbald losgehen. Hohe Landes- und Bundesmittel sind bewilligt, die kommunale Familie beteiligt sich an den in den letzten zehn Jahren gestiegenen Kosten, die inzwischen 4,4 Millionen Euro betragen. Die Eröffnung des neuen Hauses ist für Frühjahr 2020 terminiert. Gut Ding will also Weile haben und wir bleiben hoffnungsvoll.

Ein herzliches Wort des Dankes möchten wir allen sagen, die in den letzten Jahrzehnten eine zweimal drohende endgültige Schließung des Hauses abwandten. Walter Mallmann hat sich während seiner gesamten fünfzehnjährigen Amtszeit als St. Goarer Stadtbürgermeister immer wieder für das Projekt eingesetzt. Mit Peter Bleser MdB, Hans-Josef Bracht MdL, dem langjährigen Landrat Bertram Fleck, Verbandsbürgermeister Thomas Bungert hatte er tatkräftige Unterstützer und fand in den Ministerien von Bund und Land stets ein offenes Ohr.