Suche | Impressum | Kontakt | Sitemap

UNESCO-Sonderbeauftragte: Nur pinke Tunnelvariante mit Welterbestatus vereinbar!

Bei einem Informationstermin am Oberweseler Oelsberg erneuerte die CDU ihre Forderung, dass im Rahmen der Tunnelerneuerungen zwischen St. Goar und Oberwesel weder das Stadtbild durch Tunnelportale am nördlichen Stadteingang noch die Top-Weinbergslage Oelsberg beeinträchtigt werden dürfen. Mit Nachdruck setzen sich die Christdemokraten daher für die pinke Tunnelvariante, also auch die Umfahrung der Stadt Oberwesel, ein.

„Die Umfahrung von St. Goar und Oberwesel ist die einzige Variante, die den Anwohnern zumutbar ist. Sie würde den Welterbestatus des Oberen Mittelrheintals nicht gefährden und die Attraktivität für die Touristen erhöhen," sagte der Parlamentarische Staatssekretär Peter Bleser MdB während der Ortsbesichtigung mit Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, der Bürgerinitiative „Oberwesel 22“ und zahlreichen Bürgern. Vielmehr muss man den von Stadtbürgermeister Jürgen Port ins Spiel gebrachten Vorschlag einer Verlängerung der Trasse mit der Umfahrung von Oberwesel konsequent weiterverfolgen.

Auch Staatsministerin Böhmer unterstützt das Anliegen und brachte in ihrer Funktion als Sonderbeauftragte für die UNESCO-Welterbestätten die Information mit, dass nur die pinke Tunnelvariante - namentlich die Umfahrung von Oberwesel und St. Goar - mit dem Welterbestatus vereinbar sei. Alle anderen Varianten würden den Welterbestatus gefährden. Peter Bleser, der von Beginn an die Forderung nach einer Umfahrung der Stadt Oberwesel unterstützt, hatte Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer MdB eigens eingeladen, damit diese sich ein Bild der Situation vor Ort machen konnte. Sie informierte auch über ein Schreiben von Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, in dem er die Staatsministerin darüber informiert, dass die Variante pink nach den aktuellen Planungsunterlagen der DB AG untersucht wird, um sie in den „Vordringlichen Bedarf“ des Bedarfsplans aufnehmen zu können. Das Ergebnis soll bis Ende des Jahres feststehen. Im Anschluss wird entschieden, welche Variante zum Zuge kommt. Der Minister betonte, dass die Belange der UNESCO und die Sicherung des Welterbes „Oberes Mittelrheintal“ im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens berücksichtigt werden.

Seitens der Bürgerinitiative Oberwesel 22 nutzte der Vorsitzende, Harald Steppat, die Gelegenheit deren Standpunkt darzustellen. Dabei machte er deutlich, dass nur die pinke Variante die volle Zustimmung und Unterstützung der BI findet. Aktuell prüft die Bürgerinitiative rechtliche Möglichkeiten, um die zukünftig weiter zunehmende Lärmeinwirkung, die durch den Schienengüterverkehr verursachten Feinstaubemissionen sowie die drohende Landschaftszerstörung von den Bürgern abzuwenden.

Der St. Goarer Stadtbürgermeister, Horst Vogt, betonte, dass bei der von der Deutschen Bahn bevorzugten roten Variante die historische Stadtmauer von St. Goar wegen der erheblichen Eingriffe in großen Teilen zerstört und die Bauphase zu massiven Belastungen der Bürgerinnen und Bürger führen würde.